Erfolgreiche Dan Prüfungen in Weilburg

Die Prüfer Hermann Schmidt(7. Dan) und Jörg Rippert(7. Dan) mit den Weilburger Prüflingen

Herzlichen Glückwunsch

Mit Disziplin, Leidenschaft und innerer Stärke: Weilburger Karateka meistern ihre Dan-Prüfungen

Für Karateka ist er weit mehr als nur ein schwarzer Gürtel: Der Dan steht für jahrelanges Training, persönliche Entwicklung und die Bereitschaft, immer weiter an sich zu arbeiten. Umso größer war die Freude bei der Kampfsportabteilung des T.V. Weilburg, dass sieben Sportlerinnen und Sportler ihre anspruchsvollen Dan-Prüfungen erfolgreich bestanden haben. Ein weiterer Karateka musste seine Teilnahme krankheitsbedingt kurzfristig absagen.
Die Prüfungen fanden in der Weilburger Windhofhalle statt und verlangten den Teilnehmern in den Bereichen Grundschule, Kata, Partneranwendungen und Freikampf höchste Konzentration, Präzision und mentale Stärke ab. Dabei wurde schnell deutlich: Karate ist weit mehr als ein Kampfsport. Es fördert Gesundheit, Beweglichkeit und Fitness bis ins hohe Alter – vor allem aber prägt es Persönlichkeit, Selbstvertrauen, Disziplin und den respektvollen Umgang miteinander.
Besonders stolz ist die Abteilung auf Lea Würz, Schülerin in Weilburg, die erfolgreich die Prüfung zum ersten Dan ablegte und damit erstmals den schwarzen Gürtel tragen darf. Für sie war dies der vorläufige Höhepunkt eines langen Trainingsweges, der bereits in jungen Jahren begann und viel Durchhaltevermögen erforderte. Gleichzeitig ist sie ein weiteres Beispiel dafür, dass sich die Verbindung von schulischem Erfolg und kontinuierlichem sportlichem Engagement auszahlt. Schon viele Schülerinnen und Schüler haben während ihrer Schulzeit den schwarzen Gürtel im Karate erreicht – Lea Würz reiht sich nun in diese erfolgreiche Tradition ein.
Der erste Dan gilt im Karate nicht als Abschluss, sondern vielmehr als Beginn eines neuen Lernabschnitts. Für Lea Würz eröffnet sich nun zugleich ein neuer Lebensabschnitt: Nach dem Abitur wird sie ein Jurastudium aufnehmen. Die Erfahrungen aus vielen Jahren Karate werden sie dabei begleiten. „Karate hat mir nicht nur sportlich viel gegeben. Ich habe gelernt, auch in schwierigen Situationen dranzubleiben, Ziele konsequent zu verfolgen und respektvoll mit anderen Menschen umzugehen. Disziplin, Ausdauer und innere Stärke werden mir sicherlich auch im Studium und später im Beruf helfen“, sagte die frischgebackene Dan-Trägerin. Und vielleicht führt ihr Weg sie nach vielen Jahren wieder zurück nach Weilburg, wo ein bedeutender Teil dieser Entwicklung seinen Anfang nahm.
Die weiteren Prüflinge trugen bereits den schwarzen Gürtel und stellten sich den nächsthöheren Herausforderungen. Den 2. Dan bestanden Heiko Pfeiffer, Nicole Phillips, Christian Eickhoff, Kai Metzler und Bernd Scherber. Gerade diese Prüfungen zeigen, dass Karate ein lebenslanger Weg ist, auf dem Erfahrung, innere Ruhe und technisches Verständnis immer stärker in den Vordergrund treten.
Besonders beeindruckte Kai Metzler, der eindrucksvoll bewies, dass man sich auch mit über 60 Jahren erfolgreich einer solchen körperlich und mental fordernden Prüfung stellen kann. Seine Leistung wurde von vielen als Zeichen dafür gesehen, wie sehr regelmäßiges Training Gesundheit, Beweglichkeit und Lebensqualität fördern kann.
Die Prüfung zum 3. Dan meisterte Daniela Langner mit einer überzeugenden Leistung. Hinter ihrem Erfolg standen viele Monate intensiver Vorbereitung, zusätzliche Trainingseinheiten und großer persönlicher Einsatz.
Einen besonderen Platz in den Gedanken aller Beteiligten nahm jedoch Manuel Reusch ein. Er galt als hervorragend vorbereitet und hatte sich über viele Monate intensiv auf die Prüfung zum dritten Dan vorbereitet. Doch nur zehn Tage vor dem Prüfungstermin musste er sich einer Blinddarmoperation unterziehen. An eine Teilnahme war daher nicht zu denken. Damit wurde er zum großen Pechvogel der Dan-Prüfungen. Dennoch nahm er sein Schicksal mit bemerkenswerter Gelassenheit. Getreu dem Vereinsmotto „Mukin Shōri“ – der Weg zum Erfolg kennt keine Abkürzung – wird er seinen Weg konsequent weitergehen. Entweder stellt er sich bei einer anderen Dan-Prüfung der Herausforderung oder wartet bis zum kommenden Jahr, wenn Hermann Schmidt erneut eine Prüfung anbieten wird.
Hinter den erfolgreichen Prüfungen liegt ein Jahr intensiver Vorbereitung mit zahlreichen zusätzlichen Trainingseinheiten und mehreren Lehrgängen. Wichtige Impulse erhielten die Weilburger Karateka dabei von Hermann Schmidt aus Ahausen und Jörg Rippest aus Zwingenberg (beide 7. Dan), die großen Wert auf technische Feinheiten, Timing und die innere Haltung legten.
Im Rahmen der feierlichen Urkundenübergabe zeigte sich Prüfer Hermann Schmidt hochzufrieden mit den Leistungen der Weilburger Karateka. „Ich bin sehr, sehr stolz auf die Sportlerinnen und Sportler. Alle haben sich über viele Monate intensiv vorbereitet und heute gezeigt, was mit Fleiß, Disziplin und der richtigen Einstellung möglich ist“, betonte Schmidt. Gleichzeitig richtete er den Blick bereits in die Zukunft: „Ich hoffe, dass wir auch im nächsten Jahr wieder ähnlich viele Teilnehmer für eine Dan-Prüfung gewinnen können. Mehrere Braungurte stehen bereits in den Startlöchern und haben das Potenzial, den nächsten Schritt zum schwarzen Gürtel erfolgreich zu meistern.“
Für die Kampfsportabteilung des T.V. Weilburg waren die bestandenen Dan-Prüfungen deshalb weit mehr als sportliche Erfolge. Sie stehen für Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung und die Erkenntnis, dass Karate Menschen über viele Jahre hinweg begleiten und stärken kann – körperlich ebenso wie mental.